Gerätehaus Groß Reken

Adresse: Am Wehrturm 12, 48734 Reken

Bis in die 60er Jahre war der Löschzug Groß Reken im 1911 erbauten alten Spritzenhaus an der Heidener Strasse untergebracht. Dieses bestand aus einem kleinen Turm und 2 Fahrzeugboxen. Natürlich wurde dies mit fortschreitender Ausstattung zu klein. Und so entschloss man sich im Jahr 1964 ein neues Gerätehaus zu bauen. An der Strasse Am Wehrturm liegt das 1965 fertiggestellte Gerätehaus des Löschzugs Groß Reken.

Zunächst war dies mit 4 Fahrzeugboxen, einem Schlauchturm und einem Hauptgebäude mit Schlulungsraum und Wohnung für die Gerätewarte ausgestattet. Doch in den frühen 80er Jahren war die Fahrzeughalle bereits zu klein geworden, da der Löschzug über mehr als 4 Fahrzeuge verfügte. Außerdem wich die Stelle des hauptberuflichen Gerätewarts einer ganztägig besetzten Rettungswache. 2 zusätzliche Fahrzeugeboxen für die Fahrzeuge des Rettungsdienstes entstehen mit sehr viel Eigenleistung der Feuerwehrleute. Trotzdem bleibt das Gerätehaus zu klein für eine moderne Feuerwehr. Da es jedoch nicht sehr Ausdehnungsmöglichkeiten für das Gebäude gibt, dauert es noch bis 1997 bis ein weiterer Anbau erfolgt. In der Zwischenzeit hatte der Löschzug einige Fahrzeuge im nahe gelegenen Bauhof untergebracht. 
Im Jahr 1996 beginnen die Bauarbeiten. Der alte Schlauchturm wird abgerissen und es werden 4 weitere Fahrzeugboxen und eine Atemschutzwerkstatt gebaut. Mit viel Eigenleistung der Feuerwehrleute werden die anderen Räume, wie z.B. der Schulungsraum, in dieser Zeit renoviert.

In der Fahrzeughalle des Gerätehauses können 8 Einsatzfahrzeuge untergebracht werden. Da sich die Spinte ebenfalls in dieser Halle befinden und sich die Feuerwehrleute im Einsatzfall dort auch umziehen müssen, war eine leistungsfähige Abgasabsauganlage eine der wichtigsten Ausstattungen des Neubaus. Die Plymovent-Absauganlage beginnt mit dem Absaugen der Auspuffgase sobald ein Fahrzeug gestartet wird. Durch einen Schienensystem wird der Schlauch bis zum Hallentor mitgeführt, so dass er sich erst vom Fahrzeug trennt, wenn dieses aus der Halle fährt. Jeder Standplatz ist mit einem Abgasabsauganschluss, einer Druckluftleitung, einem 12 V Stromanschluss und einem 240 V Stromanschluss ausgestattet.

Bei der Einrichtung einer ständig besetzten Rettungswache wurden zunächst die Fahrzeugboxen für einen Rettungswagen und einen Krankenwagen geschaffen. Die Sanitäter waren viele Jahre in der Zentrale untergebracht. Doch die immer mehr werdenden administrativen Aufgaben der Feuerwehr machten es erforderlich neben dem Funktisch auch ein brauchbares Büro einzurichten. Auch die Anzahl der hauptberuflichen Rettungsassistenten wurde größer. Daher wurden die Sozialräume der Rettungswache in die ehemalige Gerätwartwohnung verlegt.

Obwohl die Feuerwehr, bis auf die Rettungswache, nicht ständig besetzt ist und die Alarmierung der Einsatzkräfte über digitale Funkmelder erfolgt, befindet sich eine Zentrale im Gerätehaus. Bei größeren Einsatzlagen, wie z.B. in den letzten Jahren bei gemeindeweiten Unwetterschäden durch Sturm und Überschwemmung, kann von hier aus eine lokale Einsatzleitung aufgebaut werden um die Kreisleitstelle zu entlasten. Technisch ist die Zentrale mit Fax, 2 Telefonen, Funkgerät, analogen Alarmgebern und Internetanschluss ausgestattet. 

In den frühen Jahren der Atemschutztechnik wurden die Lungenautomaten, Masken und Pressluftflaschen bei der Feuerwehr Borken gepflegt. Doch die Benutzung der Atemschutzgeräte wurde immer häufiger. Nach jedem Einsatz nach Borken zu fahren und Tage später die gereinigten und befüllten Atemschutzgeräte wieder abzuholen wurde einfach zu aufwendig. Daher richtetete man sich bereits in den frühen 90er Jahren eine kleine Atemschutzwerkbank in der Fahrzeughalle ein. Seit dem Anbau der neuen Fahrzeughalle und dem Einrichten einer vollständigen Atemschutzwerkstatt, können sämtliche Arbeiten zur Wiederherstellung der Einsatzbereitsschaft von Atemschutzgeräten am Standort durchgeführt werden. Außerdem werden hier auch die Gefahrgutausrüstung, wie z.B. die Chemikalienschutzanzüge, gewartet. Die Atemschutzwerkstatt verfügt über Werkbänke, einen Kompressor, Prüfgeräte, einen Trockenschrank und einen Trokenraum.

Im Rahmen des Umbaus des Gerätehauses wurde auch der Schulungsraum renoviert. Eine Wand wurde durchgebrochen und der Raum wurde um einige Quadratmeter vergrößert. Neben der Verbesserung der Räumlichkeit, wurde auch die Medientechnik modernisiert. Statt einer Schultafel wird heute ein Whiteboard verwendet. Overhead- und Diaprojektor mussten einer modernen Beameranlage mit Notebook für Powerpoint-Präsentationen, DVD-Player und Dolby-Digital-Sound-Anlage weichen.

Löschzug Groß Reken
Am Wehrturm 12
48734 Reken
Tel. (0 28 64) 944 450

Löschzug Klein Reken
Mühlenweg 4D
48734 Reken
Tel. (0 28 64) 88 38 13

Löschgruppe Maria Veen
Am Kloster 11
48734 Reken
Tel. (0 28 64) 32 45 35